Die Leasingrückgabe ist für viele Autofahrer ein stressiger Moment: Welche Schäden werden abgerechnet? Wie teuer wird die Nachberechnung? Was gehört zu „normalem Verschleiß“? Mit der richtigen Vorbereitung verwandeln Sie die Leasingrückgabe in einen entspannten Prozess – ohne böse Überraschungen!
In diesem ultimativen Leitfaden erfahren Sie, wie Sie Ihr Leasingfahrzeug optimal vorbereiten, welche Schäden Sie vorab reparieren sollten und wie Sie Nachforderungen von 1.500-4.000 € vermeiden. Unser Expertenteam mit über 15 Jahren Erfahrung zeigt Ihnen Schritt für Schritt den Weg zur stressfreien Leasingrückgabe.
Was Sie bei der Leasingrückgabe erwartet
Bei der Leasingrückgabe prüft die Leasinggesellschaft oder ein beauftragter Gutachter Ihr Fahrzeug auf Herz und Nieren. Alle Schäden, die über den „normalen Gebrauchsverschleiß“ hinausgehen, werden Ihnen in Rechnung gestellt – oft zu deutlich überhöhten Preisen.
Der typische Ablauf einer Leasingrückgabe:
- Terminvereinbarung: 4-6 Wochen vor Vertragsende kontaktiert Sie die Leasinggesellschaft
- Fahrzeugübergabe: Termin bei Händler oder direkt bei Leasinggesellschaft
- Begutachtung: Externer Gutachter prüft das Fahrzeug (ca. 30-45 Minuten)
- Protokoll: Alle Schäden werden fotografiert und dokumentiert
- Abrechnung: 2-4 Wochen später erhalten Sie die Kostennote
Das Problem: Die durchschnittliche Nachberechnung liegt bei 1.500-2.500 €, bei Fahrzeugen mit größeren Schäden sogar bei 3.000-5.000 €. Mit der richtigen Vorbereitung können Sie diese Kosten auf unter 500 € drücken!
Die ultimative Leasingrückgabe-Checkliste
Arbeiten Sie diese Checkliste 4-6 Wochen vor der Rückgabe systematisch ab. So behalten Sie die Kontrolle und vermeiden teure Nachforderungen.
✅ 6 Wochen vor Rückgabe: Zustandsprüfung
- Komplette Außeninspektion: Gehen Sie bei Tageslicht um das gesamte Fahrzeug und suchen Sie nach:
- Kratzer und Dellen (auch kleine!)
- Steinschlagschäden an Frontscheibe
- Beschädigte Felgen (Bordsteinrempler)
- Lackschäden (Rost, Absplitterungen)
- Defekte Beleuchtung
- Innenraum-Check:
- Sitze (Verschleiß, Risse, Flecken)
- Armaturenbrett (Kratzer, lose Teile)
- Teppiche und Fußmatten (Abnutzung, Löcher)
- Türverkleidungen (Kratzer, Beschädigungen)
- Kofferraum (Schäden, Gerüche)
- Technischer Zustand:
- Reifenprofil messen (Min. 3mm, besser 4mm)
- Serviceintervalle prüfen (Fahrzeug serviciert übergeben!)
- Warnleuchten checken (Fehlerspeicher auslesen lassen)
- Betriebsflüssigkeiten kontrollieren
📋 5 Wochen vor Rückgabe: Vollständigkeits-Check
- 🔑 Beide Schlüssel vorhanden? (Ersatzschlüssel kostet 200-500 €!)
- 📄 Serviceheft vollständig? (Alle Inspektionen nachgewiesen)
- 📚 Bordmappe komplett? (Betriebsanleitung, Fahrzeugschein)
- 🧰 Bordwerkzeug vorhanden? (Wagenheber, Schlüssel, Warndreieck, Verbandskasten)
- 🔌 Ladekabel (bei E-Autos/Hybriden)?
- 🛞 Winterreifen (falls im Vertrag)? Mit ausreichend Profil (min. 4mm)
- 📡 Radio-Code? (Bei manchen Modellen erforderlich)
🔧 4 Wochen vor Rückgabe: Reparatur-Entscheidungen
Jetzt müssen Sie entscheiden: Was lohnt sich zu reparieren, was nicht? Als Faustregel gilt: Reparatur lohnt sich, wenn die Reparaturkosten weniger als 60% der Leasinggeber-Abrechnung betragen.
| Schadensart | Leasinggeber-Abrechnung | Eigene Reparaturkosten | Empfehlung |
| Kleine Kratzer (<5cm) | 150-400 € pro Kratzer | 80-150 € (Smart Repair) | ✅ Reparieren |
| Größere Kratzer (>5cm) | 300-600 € | 200-350 € (Smart Repair) | ✅ Reparieren |
| Dellen (ohne Lackschaden) | 300-800 € | 150-400 € (PDR) | ✅ Reparieren |
| Steinschlag Frontscheibe | 800-1.200 € | 80-150 € (Reparatur) | ✅ Reparieren |
| Felgenschäden (klein) | 200-400 € pro Felge | 80-150 € (Smart Repair) | ✅ Reparieren |
| Sitzbezug-Risse | 500-1.500 € | 200-600 € (Aufarbeitung) | ✅ Reparieren |
| Reifen (Profil <3mm) | 150-300 € pro Reifen | 100-200 € (Gebraucht) | ✅ Ersetzen |
| Kompletter Satz Reifen | 600-1.200 € | 400-800 € (Gebraucht) | ⚠️ Je nach Profil |
| Tiefe Lackkratzer | 400-800 € | 300-500 € (Lackierung) | ⚠️ Einzelfall prüfen |
🧼 2 Wochen vor Rückgabe: Professionelle Aufbereitung
Eine professionelle Fahrzeugaufbereitung kostet 150-300 € und kann Ihnen 1.000-2.000 € an Nachforderungen sparen. Der erste Eindruck zählt!
- Außenreinigung:
- Komplette Handwäsche inkl. Felgen
- Lack polieren (entfernt leichte Kratzer)
- Kunststoffteile auffrischen (Schwellerbereiche, Stoßstangen)
- Gummidichtungen pflegen
- Motorwäsche (optional, aber beeindruckend)
- Innenraumaufbereitung:
- Sitze gründlich reinigen oder shampoonieren
- Armaturenbrett und Verkleidungen entstauben und pflegen
- Teppiche tiefenreinigen (Fleckenentfernung!)
- Kunststoffteile auffrischen
- Geruchsneutralisierung (wichtig bei Rauchern!)
- Alle Scheiben innen reinigen
📸 1 Woche vor Rückgabe: Dokumentation
Erstellen Sie Ihre eigene Beweissicherung – bei Streitfällen ist das Gold wert!
- 📷 Fotos von allen Fahrzeugseiten (bei gutem Licht)
- 📷 Detail-Fotos von erkennbaren Schäden
- 📷 Kilometerstand fotografieren
- 📷 Serviceheft und Fahrzeugschein fotografieren
- 📷 Reifenprofil-Messung dokumentieren (mit Messschieber im Bild)
- 📷 Alle mitgelieferten Zubehörteile (Ladekabel, Winterreifen, etc.)
- 📹 Video-Rundgang durchs gesamte Fahrzeug (optional, aber empfohlen)
Was ist „normaler Verschleiß“? Die DAT-Richtlinien
Die Deutsche Automobil Treuhand (DAT) definiert, was als normaler Verschleiß gilt. Leasinggeber dürfen NUR Schäden abrechnen, die darüber hinausgehen.
✅ Das gilt als normaler Verschleiß (NICHT abrechenbar):
- Lackschäden:
- Einzelne Kratzer unter 1cm Länge
- Leichte Scheuerstellen an Türgriffen
- Kleine Steinschläge (unter 0,5cm)
- Leichte Verwitterung (nach 3+ Jahren)
- Innenraum:
- Leichte Sitzabnutzung (keine Risse!)
- Normale Teppichabnutzung (Fahrerfußraum)
- Leichte Gebrauchsspuren an Lenkrad/Schaltknauf
- Minimale Kratzer an Kunststoffteilen
- Reifen:
- Profiltiefe mindestens 3mm (gesetzlich 1,6mm)
- Alterung (max. 6 Jahre alt)
- Technisch:
- Normale Bremsenabnutzung
- Verschleiß an Wischerblättern
- Leichte Vergilbung von Scheinwerfern
❌ Das wird abgerechnet (kein normaler Verschleiß):
- ❌ Dellen und Beulen jeder Größe
- ❌ Kratzer über 1cm Länge oder tiefer als Klarlack
- ❌ Steinschläge in Frontscheibe (größer als 0,5cm)
- ❌ Felgenschäden (Bordsteinrempler)
- ❌ Risse in Sitzbezügen oder Polstern
- ❌ Flecken, die nicht zu entfernen sind
- ❌ Tiefe Kratzer an Armaturenbrett
- ❌ Beschädigte Türverkleidungen
- ❌ Reifenprofil unter 3mm
- ❌ Fehlende Ausstattungsteile (Schlüssel, Serviceheft, etc.)
- ❌ Nicht durchgeführte Inspektionen
- ❌ Technische Mängel (defekte Beleuchtung, etc.)
Typische Fehler bei der Leasingrückgabe (und wie Sie sie vermeiden)
Fehler #1: Zu spät mit der Vorbereitung beginnen
Problem: Viele starten erst 1-2 Wochen vor Rückgabe mit der Vorbereitung – zu spät für kostengünstige Reparaturen.
Lösung: Beginnen Sie 6 Wochen vor Vertragsende mit dem Zustandscheck. So bleibt genug Zeit für Smart Repair, Teilebeschaffung und Aufbereitung.
Fehler #2: Kleine Schäden ignorieren
Problem: „Der kleine Kratzer wird schon nicht abgerechnet“ – falsch! Leasinggeber rechnen ALLES ab, was über Verschleiß hinausgeht.
Lösung: Investieren Sie 80 € in Smart Repair, anstatt 300 € Nachforderung zu riskieren. Die Kosten-Nutzen-Rechnung ist eindeutig!
Fehler #3: Fahrzeug bei Vertragshändler abgeben
Problem: Vertragshändler haben oft Interesse an hohen Nachberechnungen (Provisionen).
Lösung: Wenn möglich, Fahrzeug direkt bei der Leasinggesellschaft abgeben oder eigenen unabhängigen Pre-Check machen lassen. Kostet 150-250 €, spart aber oft über 1.000 €.
Fehler #4: Reifenprofil unterschätzen
Problem: Gesetzlich sind 1,6mm Profil erlaubt – Leasinggeber fordern aber mindestens 3mm (manche sogar 4mm)!
Lösung: Profil unter 3mm? Einzelne Reifen oder kompletten Satz gegen günstige Gebrauchtreifen tauschen (oft 50% günstiger als Neupreis).
Fehler #5: Fehlende Service-Nachweise
Problem: Nicht nachgewiesene Inspektionen können zu Abzügen von 500-1.500 € führen!
Lösung: Alle Serviceheft-Einträge prüfen. Fehlt eine Inspektion? Noch schnell nachholen (kostet 200-400 €, spart aber Abzüge).
Professioneller Pre-Check: Lohnt sich das?
Ein unabhängiger Leasingrückgabe-Check durch einen KFZ-Gutachter kostet 150-300 € und ist eine der besten Investitionen vor der Rückgabe.
Was beinhaltet ein professioneller Pre-Check?
- Vollständige Begutachtung nach DAT-Richtlinien (wie die Leasinggesellschaft es macht)
- Detaillierte Schadensliste mit Fotos und Kostenschätzung
- Reparaturempfehlungen: Was lohnt sich zu reparieren, was nicht?
- Kostenvoranschlag: Was würde der Leasinggeber abrechnen?
- Verhandlungshilfe: Schriftliches Gutachten bei Streitfällen
Kosten-Nutzen-Beispiel:
| Position | Ohne Pre-Check | Mit Pre-Check (250 €) |
| Leasinggeber-Abrechnung | 2.800 € | – |
| Pre-Check Kosten | – | 250 € |
| Günstige Eigenreparaturen | – | 600 € |
| Verbleibende Abrechnung | – | 800 € |
| Gesamtkosten | 2.800 € | 1.650 € |
| Ersparnis | – | 1.150 € |
Ergebnis: Mit Pre-Check 1.150 € gespart – bei nur 250 € Investition!
Rechtliche Aspekte: Ihre Rechte bei der Leasingrückgabe
Das Recht auf Gegengutachten
Sie sind mit der Abrechnung nicht einverstanden? Sie haben das Recht auf ein unabhängiges Zweitgutachten!
- Leasinggeber-Abrechnung prüfen lassen (innerhalb 2 Wochen nach Erhalt)
- Bei überhöhten Forderungen: Eigenes Gutachten erstellen lassen
- Schriftlich widersprechen und Korrektur fordern
- Notfalls: Rechtliche Schritte einleiten
Verjährungsfristen beachten
Leasinggesellschaften haben 3 Jahre Zeit für Nachforderungen – aber nur, wenn sie innerhalb von 6 Monaten nach Rückgabe die erste Abrechnung verschicken!
Überhöhte Reparaturkosten anfechten
Leasinggeber dürfen KEINE Phantasiepreise abrechnen. Die Reparaturkosten müssen der regionalen Preisstruktur entsprechen. Bei überhöhten Forderungen: Vergleichsangebote einholen und widersprechen!
Leasingrückgabe bei Elektroautos: Besonderheiten
Bei E-Autos und Hybriden gelten zusätzliche Anforderungen:
- 🔌 Ladekabel MUSS vollständig sein (Heimladekabel + Typ 2-Kabel)
- 🔋 Batteriezustand wird geprüft (SOH – State of Health min. 70-80%)
- 📱 App-Zugang ggf. zurücksetzen
- ⚡ Ladehistorie checken (manche Verträge fordern Wartungsnachweis)
Fazit: Mit der richtigen Vorbereitung wird die Leasingrückgabe entspannt
Die Leasingrückgabe muss kein Alptraum sein. Mit unserer ultimativen Checkliste und 6 Wochen Vorlauf können Sie Nachforderungen von durchschnittlich 1.500-4.000 € auf unter 500 € reduzieren.
Die wichtigsten Erfolgsfaktoren:
- ⏰ Früh beginnen: 6 Wochen vor Rückgabe mit der Vorbereitung starten
- 🔍 Vollständigkeits-Check: Alle Zubehörteile und Unterlagen prüfen
- 🔧 Clever reparieren: Nur Schäden beheben, die sich wirtschaftlich lohnen
- 🧼 Professionell aufbereiten: Erster Eindruck zählt!
- 📸 Dokumentieren: Eigene Fotos und Videos als Beweismittel
- 🎯 Pre-Check nutzen: Unabhängiges Gutachten spart oft 1.000+ €
Benötigen Sie professionelle Unterstützung bei der Leasingrückgabe?
Unser Sachverständigenbüro in Bielefeld ist spezialisiert auf Leasingrückgabe-Checks. Mit über 15 Jahren Erfahrung haben wir hunderte Fahrzeuge vor überhöhten Nachforderungen bewahrt.
Unser Leasingrückgabe-Service für Sie:
- ✅ Vollständiger Pre-Check nach DAT-Richtlinien (150-250 €)
- ✅ Detaillierte Schadensliste mit Kostenschätzung
- ✅ Reparaturempfehlungen mit Kosten-Nutzen-Analyse
- ✅ Koordination von Smart Repair zu günstigen Konditionen
- ✅ Begleitung zur Rückgabe (auf Wunsch)
- ✅ Gegengutachten bei überhöhten Forderungen
Kostenlose Erstberatung – Lassen Sie uns gemeinsam Ihre Leasingrückgabe vorbereiten!
- 📞 Telefon: +49 151 117 338 34
- 📧 E-Mail: info@kfz-gutachter-bi.de
- 💬 WhatsApp: Sofortkontakt für schnelle Fragen
- 🌐 Website: www.kfz-gutachter-bi.de
Ihr Vorteil: Wir bieten Ihnen einen kostenlosen Quick-Check per Foto – schicken Sie uns einfach Bilder Ihres Fahrzeugs und wir geben Ihnen eine erste Einschätzung!
